Klare Kennzeichnung statt Detektivarbeit
SCHREINER PROTECH
Klare Kennzeichnung statt Detektivarbeit
Was passiert, wenn ein Typenschild nach dem nächsten Washdown plötzlich nicht mehr lesbar ist? Genau diese Herausforderung stellt sich in vielen industriellen Anwendungen, in denen Komponenten täglich extremen Bedingungen ausgesetzt sind. Boston Gear, ein Unternehmen der Regal Rexnord Gruppe, entwickelt und produziert in Charlotte (North Carolina) Getriebe- und Antriebslösungen für Förderanlagen, Schotterwerke und Produktionslinien mit intensiven Reinigungsprozessen. Damit die Produktkennzeichnung auch dort dauerhaft zuverlässig bleibt, setzte das Unternehmen bei der Umstellung auf eine Lösung von Schreiner ProTech.
Auslöser war dabei nicht nur die Haltbarkeit im Feld, sondern vor allem der Alltag in der Fertigung. Unterschiedliche Schildgrößen, zusätzliche Handgriffe und ein Embosser, also eine Prägeanlage für Metall-Typenschilder, der immer häufiger ausfiel, machten die Metallkennzeichnung zunehmend zum Bremsklotz. „Das war Arbeit, die nicht standardisiert und nicht schlank war. Ich wollte den Prozess vereinheitlichen“, erklärt Phet Xaysombath, Senior Manufacturing Engineer bei Boston Gear, die Ausgangssituation. Hinzu kam ein weiterer Punkt: Fehlt die Kennzeichnung komplett, wird Identifikation zur Detektivarbeit. Produktmanager Rick Wucherer beschreibt es so: „Ohne Kennzeichnung wird die Zuordnung zur technischen Rückwärtssuche – ein Riesenaufwand, der keinen Spaß macht.“
Gesucht war deshalb eine Alternative, die sich sauber in bestehende Abläufe einfügt: druckbar mit vorhandenen Thermotransferdruckern, eindeutig zuordenbar über SAP und robust genug, um auch nach Lackierung und intensiver Reinigung langfristig lesbar zu bleiben. Gemeinsam mit Schreiner ProTech entstand ein zweilagiges Lackierschutzlabel. „Entscheidend war die Verbindung aus Prozessintegration und Schutz: eine abziehbare Maske für die Lackierung und eine Laminierung, die die Daten zuverlässig sichert“, erklärt Doug Stubbs, Sales Account Manager in Blauvelt. Nach dem Rollout zeigte die Fertigungsrealität schnell, woran Standardlösungen oft scheitern: Ölfilm, raue Gussoberflächen und warme Bauteile führten in den ersten Anwendungen dazu, dass sich beim Abziehen der Maske vereinzelt das komplette Label löste. Doch statt den Prozess umzubauen, passte Schreiner ProTech die Materialseite kundenindividuell an. „Seitdem habe ich null Beschwerden. Ich laufe regelmäßig durch die Fertigungslinie und das neue Label funktioniert“, freut sich Xaysombath.
Als nächster Schritt zeichnet sich bei Boston Gear die Standardisierung über weitere Produktlinien und Standorte ab – mit dem Ziel, Kennzeichnung nicht als Einzelmaßnahme zu behandeln, sondern als skalierbaren Baustein für Rückverfolgbarkeit und Servicefähigkeit über den gesamten Lebenszyklus.




