TOP

Ab ins Feld!

SCHREINER LOGIDATA

Ab ins Feld!

Bevor ein RFID-Tag in der Fertigung, im Motorraum oder in der Logistik zuverlässig performen kann, muss klar sein, wie er sich ohne störende Einflüsse verhält. Genau dafür braucht es sogenannte Freifeld-Messungen. Die Experten vom Schreiner Competence Center LogiData gehören zu den wenigen Anbietern, die diese Form der Analytik selbst durchführen können.

Für die Messungen braucht es viel Platz, eine große freie Fläche: keine Autos, keine reflektierenden Metallflächen, keine nahen Gebäudekanten oder ungewollte Störkörper. Das ist die Voraussetzung, um RFID-Transponder so zu vermessen, wie sie wirklich funktionieren. „Ohne Freifeld wüssten wir nur die halbe Wahrheit“, erklärt RFID-Experte Hartmut Wiederrecht. In Innenräumen beeinflussen Metallregale, Gebäudewände, Maschinen oder Kabeltrassen das HF-Feld. Es gibt Reflexionen und Absorptionen, die die Messergebnisse verschieben oder verfälschen können.

Labor trifft Realität

Selbstverständlich beginnen viele Tests zunächst in der Messkammer. Dort lassen sich RFID-Tags unter reproduzierbaren Bedingungen vergleichen. Doch diese Laborwerte zeigen nur einen Teil der Realität. Erst im Freifeld wird sichtbar, wie stark Lesereichweite, Lage und Winkel eines Tags sowie die jeweilige Umgebung das Ergebnis beeinflussen. „Gute Laborwerte,“ so Wiederrecht, „sind nicht automatisch gleichbedeutend mit guter Performance in der Anwendung.“ Für belastbare Aussagen ist die Freifeldmessung daher unerlässlich. Sie liefert nicht nur Erkenntnisse über das Tag selbst, sondern auch über den eingesetzten Reader, der in der Praxis häufig den dominierenden Systemfaktor darstellt. Vor allem dessen Empfängerempfindlichkeit beeinflusst die Rückübertragung des Signals und damit die erreichbare Lesedistanz. Die tatsächliche RFID-Performance entsteht somit erst aus dem Zusammenspiel von Tag, Reader und Applikationsumgebung.

RFID-Tags mit Charakter

Die Freifeld-Messung läuft, die Antennen bewegen sich kontrolliert, die Messsoftware zeichnet Kurven und Messdaten auf. Das, erläutert der Experte, sei der Blick auf das „wahre Selbst“ eines Tags. Und der ist essenziell, bevor ein mit RFID ausgestattetes Bauteil später zuverlässig identifiziert werden kann. Für Kunden bedeutet das vor allem Sicherheit, dass Prozesse stabil laufen.

 

Daten für zuverlässige Performance

Die Messgeräte werden wieder eingepackt, die Kurven des Tages wandern in die Auswertung. Sie bilden die Grundlage für die nächsten Kundenlösungen und sorgen dafür, dass RFID nicht nur im Labor, sondern unter realen Bedingungen dauerhaft performt.